Der Mythos der Motivation

Wenn wir unproduktiv sind und die Zeit mit Social Media oder Fernsehen verschwenden, erzählen wir uns selbst, dass es die Motivation ist, die uns fehlt. Wir glauben, dass wir Motivation brauchen um das Paper für die Uni zu schreiben oder an einem Projekt zu arbeiten. Aber kann es sein, dass wir das Konzept der Motivation falsch verstanden haben? Wie können wir umdenken und unser Leben so strukturieren, dass wir uns keine Sorgen mehr um Motivation machen müssen?

Genau diesen beiden Fragen geht Jeff Haden in dem Buch „The Motivation Myth: How High Achievers Really Set Themselves Up to Win” nach. Er schreibt, dass Motivation nicht vorhanden sein muss, sondern dass wir sie selbst erzeugen. Wir müssen also nicht ausgeschlafen, konzentriert und hoch motiviert sein, um uns zum Laptop zu sitzen und an dem Uniprojekt zu arbeiten. Wird uns das erst mal bewusst, sind wir weniger von externen Einflüssen abhängig und können Schritt für Schritt an unseren Zielen arbeiten.

Jeff Haden beschreibt folgenden Kreislauf, der sich immer wiederholen lässt:

Einsatz → Fortschritt → Glücksgefühl → Motivation

In seinem kurzen TED Talk bringt er ein persönliches Beispiel, in dem er sich völlig unvorbereitet für ein „Gran Fondo“, also einen Radmarathon, angemeldet hat, der in 4 Monaten stattfindet. Für die Vorbereitung arbeitet er mit dem Mountainbike-Profi Jeremiah Bishop zusammen, der ihm einen genauen Plan für die folgenden 4 Monate gibt. Gleich am ersten Tag muss er 3 Stunden Radfahren, also 6 mal so lange, wie seine bisherige persönliche Bestmarke.

Natürlich ist dem Radprofi die Motivation von Jeff Haden vollkommen egal. Hauptsache der Trainingsplan wird durchgezogen. Die ersten 4 Stunden auf dem Rad sind logischerweise enorm anstrengenden und schmerzhaft, aber es führt zu Fortschritt, der hingegen wieder Glücksgefühle auslöst. Da der menschliche Körper gerne glücklich ist, wird man danach motivierter und das treibt uns an, wieder den schweren Einsatz zu bringen.

Hier ein Zitat aus dem Buch The Motivation Myth: “There is only 1 recipe for gaining motivation – SUCCESS. Specifically, the dopamine hit we get when we observe ourselves making progress.”

Haben wir diese Denkweise erst einmal verinnerlicht, hat es einen enorm positiven Einfluss auf unser Leben. Denn dann raffen wir uns trotzdem auf, um ins Fitnessstudio oder Laufen zu gehen, auch wenn wir nicht völlig motiviert sind. Du wirst sehen, dass auch wenn du davor nicht wolltest, das Gefühl danach super ist und man zufrieden ist mit sich selbst.

Nimm also irgendein persönliches Ziel, sei es sportlich, musikalisch, an der Uni oder im Job. Mach dir dann Gedanken, was du in den nächsten 2 Wochen dafür tun kannst, um dem Ziel näher zu kommen. Das gute an den 2 Wochen ist, dass es ein so kurzer Zeitraum ist, dass es realistisch ist den Plan wirklich durchzuziehen. Außerdem reichen 2 Wochen aus, damit man einen Fortschritt erkennt und damit wirst du merken, dass du sowieso motivierter bist, auch nach den 2 Wochen noch weiterzumachen.

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Abschließend noch ein Zitat von Roger Federer:

„Es gibt keinen Erfolg ohne harte Arbeit. Nimm sie bereitwillig an.“


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