Die eine Gewohnheit die selbstbewusste Menschen unterscheidet

Selbstvertrauen ist unheimlich wichtig für ein zufriedenes und entspanntes Leben. Es gibt uns die Sicherheit, von uns selbst zu wissen, dass wir mit jeder noch so schweren Lebenssituation umgehen können. Wir werden erfolgreicher und haben kein Problem damit fremde Personen anzusprechen. Doch wie bauen wir ein gesundes Selbstvertrauen auf?

Unser internes Thermostat

Ed Mylett spricht vom internen Thermostat, das unsere Lebensumstände beeinflusst. Es spielt keine Rolle welches Wetter draußen herrscht. Wenn das Thermostat auf 22 Grad eingestellt ist, wird die Temperatur dorthin reguliert, egal ob es draußen -15 oder +38 Grad hat.

Ähnlich ist es auch in unserem Leben.

Wir haben ein gewisses Level, von dem wir selbst überzeugt sind, dass wir es verdienen. Wenn etwas Mieses passiert hieven wir uns selbst wieder nach oben. Allerdings läuft dieses Prinzip leider auch in die andere Richtung.

Wenn es einmal einfach großartig läuft, wir unseren Traumpartner kennenlernen oder im Job befördert werden, fangen wir an uns selbst zu sabotieren. Der Grund ist schlicht, dass wir selbst nicht davon überzeugt sind, das alles verdient zu haben. Doch das ist natürlich vollkommener Unsinn.

Ein klares Zeichen für zu wenig Selbstvertrauen ist Selbstsabotage.

Wenn wir uns selbst sabotieren, lassen wir all die guten Dinge einfach nicht zu. Oft gehen wir sogar soweit, dass wir uns aktiv schlechter stellen.

Denk beispielsweise an dein internes Fitness-Thermostat.

Vielleicht hast du immer das selbe Gewicht. Auch wenn du für eine kurze Zeit mit viel Anstrengung mal dein Wunschgewicht erreichst, schleicht sich über kurz oder lang wieder der Alltag ein und du kommst langsam aber sicher wieder auf das alte gewohnte Gewicht.

Für uns selbst finden wir äußerliche Rechtfertigungen: “Ich bin regelmäßig 3 Mal die Woche ins Fitnessstudio gegangen, aber dann hat mich eine Erklältung erwischt und hat meine Gewohnheit zerstört.”

Doch das ist nicht der Grund. Es liegt einfach daran, dass du dich selbst noch nicht als Sportler oder fitte Person betrachtest.

Ein super Beispiel sind auch Sportler oder Musiker, die mit dem Erfolg nicht umgehen können. Sie können nicht akzeptieren, dass alles gut läuft. Deshalb beginnen Sie ihren Erfolg mit Exzessen, Drogen oder Wetten zu zerstören.

Traurigerweise können wir oft einfach nicht glauben, wie gut alles läuft. Der wichtigste erste Schritt ist dabei, wie so oft, dass uns dieses Problem bewusst wird.

Unser Irrglaube

Diese 4 Glaubenssätze sind oftmals in uns verankert. Allerdings werden wir durch sie, kein gesundes Selbstvertrauen aufbauen:

Ich bin was ich besitze 

Niemand bewundert den Fahrer in einem teuren Auto. Wenn man einen Sportwagen sieht, denkt man nur daran selbst in dem Sportwagen zu sitzen, um bewundert zu werden. Wenn du selbst autobegeistert bist und Freude damit hast, spricht nichts dagegen auf dieses Ziel hinzuarbeiten. Doch dein Selbstwert wird sich dadurch nicht ändern.

Ich bin was ich erreicht habe

Es ist super, wenn wir Ambitionen haben und mehr erreichen möchten. Wir dürfen aber auf keinen Fall glauben, dass unser Selbstwert davon abhängt. Sonst wird das Leben ein ewiger Wettlauf.

Ich bin was andere über mich denken 

Ein Zitat von Charles Cooley bringt es auf den Punkt, auch wenn man es vielleicht mehrmals lesen muss: “I am not who you think I am; I am not who I think I am; I am who I think you think I am” .

Lies dazu auch “5 Schritte um weniger an der Meinung anderer zu hängen”.

Mein Aussehen bedeutet alles

Auch hier gilt: es ist großartig, wenn du fitter werden möchtest oder dir schöne Kleidung kaufen möchtest in der du dich wohl fühlst. Der springende Punkt ist, dass wir das alles für uns selbst tun sollten und nicht um anderen zu gefallen.

Die eine Gewohnheit macht den Unterschied

Doch wie bauen wir nun Selbstvertrauen auf? Was unterscheidet selbstbewusste Menschen?

Wie das Wort Selbstvertrauen schon verrät, müssen wir uns selbst vertrauen können. Stell dir vor ein Bekannter verspricht dir immer wieder Dinge für dich zu tun, aber er hält nie sein Wort. Wirst du dieser Person vertrauen? Natürlich nicht.

So ist das auch bei den Abmachungen mit uns selbst. Wir nehmen uns Dinge vor: “Morgen starte ich mit dem Lernen.” oder “Ab morgen werde ich mich gesund ernähren”. Wie sollen wir uns selbst vertrauen, wenn wir immer und immer wieder die Abmachungen mit uns selbst brechen?

Wenn du die Gewohnheit hast, das durchzuziehen, was du dir selbst vorgenommen hast, dann bist du auf dem perfekten Weg zu einer selbstbewussten Persönlichkeit.

Dabei müssen wir auf keinen Fall perfekt sein. Und es heißt auch nicht, dass selbstbewusste Menschen nicht zweifeln oder keine Angst haben. Wir müssen lernen, die Angst hinzunehmen und trotzdem zu handeln. Mit jedem Mal bauen wir mehr Vertrauen in uns selbst auf. Denn auch wenn wir mal scheitern, werden wir daran erinnert, dass wir auch schwere Lebensphasen durchstehen.

Schritt für Schritt zu mehr Selbstvertrauen

Wir müssen also beginnen, Dinge durchzuziehen, die wir uns vornehmen. Doch wie immer ist der erste Schritt der schwierigste. Deshalb dürfen wir nicht mit utopischen Zielen starten, wie beispielsweise ab jetzt jeden Tag eine Stunde früher aufstehen und laufen gehen zu wollen. Solche Vorhaben sind zum Scheitern verurteilt. Und durch den Bruch unserer Abmachung ziehen wir uns nur selbst hinunter.

Es sind die kleinen Schritte jeden Tag, die unser Selbstvertrauen bestimmen. Du kannst dir beispielsweise vornehmen heute auf jeden Fall noch 5 Liegestütze zu machen oder mindestens 2 Seiten zu lesen. Auch wenn dir diese Aufgaben vielleicht lächerlich erscheinen, baust du damit die Gewohnheit auf, dir selbst etwas Gutes tun zu wollen und dann auch durchzuziehen.

Vielleicht hast du dir immer selbst eingeredet unordentlich zu sein. Ab heute kannst du beispielsweise damit beginnen Kleidung zusammenzufalten und zurück in den Kasten zu legen, anstatt sie am Boden oder auf einem Sessel zu verteilen. Oder du nimmst dir vor, erst schlafen gehen zu dürfen, wenn die Küche sauber aufgeräumt ist, um am nächsten Tag gut zu starten.

Wir haben unser Leben selbst in der Hand. Wir können heute anfangen etwas vollkommen Neues zu lernen oder unsere Identität zu ändern. Mit jedem Schritt in die richtige Richtung bauen wir mehr Vertrauen in uns selbst auf und in einem Jahr werden wir froh sein, heute angefangen zu haben.

Buchempfehlungen

The Big Leap – Gay Hendricks

The Big Leap war das beste Buch zu diesem Thema und hat mir selbst gezeigt, wie oft ich mich selbst sabotiere, wenn alles gut läuft. Leider ist das Buch nur in englischer Sprache verfügbar.

The Second Mountain – David Brooks

Dieses Buch zeigt einen Weg zu einem glücklichen und zufriedenen Leben. Der erste Berg den wir im Leben besteigen betrifft Geld, Sicherheit und Erfolg. Doch der zweite Berg ist entscheidend. Auch hier ist das Buch leider nur in englisch verfügbar.

Abschließend noch ein Zitat vom Fanham Street Media Gründer Shane Parrish:

“Optimism might not make you successful but pessimism will ensure you’re not.”

Hier eine Bücherliste, falls du auf der Suche nach neuen Büchern bist. Wenn du noch nie Hörbücher probiert hast, kann ich dir das Probeabo von Audible empfehlen. Kostet nichts, ist jederzeit kündbar und du kannst dir das Buch auch nachher noch behalten.

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