Dieser Artikel ist der Start einer neuen Mini-Artikelreihe zu den größten Fehlern beim Vermögensaufbau. Im ersten Teil geht es um ein enorm wichtiges Thema, das auf den ersten Blick recht provokant wirkt.
Der erste Fehler beim Vermögensaufbau ist nämlich, dass du zu wenig verdienst. Was zu Beginn plump und offensichtlich klingt, hat weit mehr Tiefe und öffnet Fragen, die wir uns viel zu selten stellen. In diesem Artikel erfährst du, wie du mehr verdienst und so auch deine finanziellen Möglichkeiten erweitern kannst.
Fehler 1: Du verdienst zu wenig
Einer der größten Fehler beim Vermögensaufbau ist, dass du zu wenig verdienst.
Es fühlt sich seltsam an diesen Satz zu schreiben, aber ich glaube das Thema bekommt nicht genügend Aufmerksamkeit.
Die Aussage: “Du verdienst zu wenig” wird bei manchen bereits eine negative Reaktion auslösen. Aber bitte lies kurz weiter.
Wie viel du verdienst ist nicht in Stein gemeißelt und du hast mehr Macht darüber, als dir vielleicht bewusst ist.
Dieses Thema fällt in die Kategorie: unangenehm, aber notwendig. Und es ist verdammt wichtig, dass du dich mit diesen Themen auseinandersetzt.
Wenn jemand bereit ist, mit dir auch die unangenehmen Dinge anzusprechen, dann ist das etwas Positives.
Sehe ich beispielsweise, dass sich jemand offensichtlich selbst sabotiert – zum Beispiel zu viel Süßes isst, an einer toxischen Beziehung festhält oder in Selbstmitleid badet – dann spreche ich das nur bei jenen Personen an, die mir wirklich wichtig sind.
Wenn meine Verlobte eigentlich ins Fitnessstudio gehen will, aber sich schwer motivieren kann, dann übernehme ich das gerne. Auch wenn sie in diesem Moment keine Freude damit hat, ist sie mir nach dem Training immer dankbar.
Genau das erwarte ich von einem guten Freund oder einem Partner: dass er oder sie auch die unangenehmen, aber notwendigen Themen anspricht.
Selbes trifft in diesem Fall zu:
Es ist vielleicht unangenehm, aber dein Einkommen bestimmt nun mal maßgeblich deine Möglichkeiten beim Vermögensaufbau. Denn theoretisch gibt es beim Einkommen kein Limit. Bei der Reduktion deiner Ausgaben hingegen schon.
Auch wenn du noch so viel sparst und alle Ausgaben auf ein Minimum reduzierst, wirst du an eine Grenze stoßen. Es gibt einfach einen Mindestbetrag, den du zum Leben brauchst. Und dich über Jahrzehnte finanziell zu kasteien, um irgendwann in der Zukunft vermögend zu sein, kann auch kein erstrebenswertes Ziel sein.
Wenn du also mit deinem Einkommen unzufrieden bist, dann arbeite an diesem Problem.
Du hast dein Einkommen selbst in der Hand
Fakt ist, es wird verdammt schwer Vermögen aufzubauen, wenn du 1.500 € im Monat verdienst.
Mir ist durchaus bewusst, dass man in einer privilegierten Position sein muss, um so etwas zu behaupten.
Doch was du dabei vielleicht vergisst ist, dass du definitiv in einer privilegierten Position bist, wenn du in Österreich oder Deutschland lebst.
Du hast unzählige Möglichkeiten.
Ein Zugang zu einer Privatschule oder einer Universität ist nicht mehr zwingend notwendig. Die besten Universitäten weltweit stellen ihre Kurse kostenlos zur Verfügung und auf Plattformen wie YouTube findest du vielleicht bessere Lehrende, als in jeder seriösen Bildungseinrichtung.
Ist es für jemanden, der Vollzeit studieren kann und dabei Geld von den Eltern bekommt einfacher? Klar.
Aber was bedeutet das für dich? Gar nichts. Nur weil es jemand anders einfacher hat, heißt nicht, dass du dich nicht verbessern kannst. Die einzige Person mit der du dich vergleichen solltest, bist du selbst.
Vielleicht ist es zu Beginn schwer vorstellbar. Doch wenn du kontinuierlich an dir und deinen Fähigkeiten arbeitest, wirst du über kurz oder lang auch besser verdienen.
Was du in einer Stunde erschaffen kannst wird ansteigen und somit auch dein Wert am Arbeitsmarkt.
Als ich zu arbeiten begann, war mein Einstiegsgehalt für jemanden mit Masterabschluss überschaubar. Wäre ich an der Uni geblieben, um Vollzeit an meinem Doktorat zu arbeiten, hätte ich mehr verdient.
Ich musste mich erst beweisen. Jahr für Jahr wurde ich besser und somit wertvoller für meine Firma.
Das allein reicht jedoch nicht. Ich musste trotzdem jedes Jahr das unangenehme Gespräch suchen und für meinen gestiegenen Wert auch mehr Gehalt fordern.
Mit Sicherheit nichts, was ich gerne tue. Aber ich muss sagen, dass ich mit jedem mal etwas gelernt habe und besser darin wurde, für mich selbst einzustehen.
Heute verdiene ich für mein Alter (29 Jahre) enorm gut. Und ich weiß, dass ich in Zukunft nur noch wertvoller werde, da ich nie aufhören werde zu lernen und mich weiterzuentwickeln.
Was kannst du also konkret tun?
Wie du mehr verdienst
Stifte Wert
Niemand bezahlt dich dafür, wie hart du arbeitest. Was zählt ist, wie viel Wert du stiftest.
Das wiederum hängt stark von deinem Wissen und deinen Fähigkeiten ab.
Du bist der Hauptcharakter in dem Spiel, das sich Leben nennt.
Und wie bei einem Level-Up in einem Spiel, kannst du auch im echten Leben deine Fertigkeiten, dein Wissen und deine Reichweite verbessern.
Such noch heute nach einem Thema, das dich interessiert und in dem du dich verbessern willst. Blocke dafür mindestens eine halbe Stunde pro Tag, um kontinuierlich zu lernen.
Der tägliche Fortschritt scheint nichtig, aber nach einigen Wochen wirst du begeistert sein.
Lege Ziele fest
Sprich mit deinem Vorgesetzten, ganz offen: “Wie kann ich für die Firma wertvoller werden?”, “In welche Richtung soll ich mich entwickeln?”.
Es klingt nach recht offensichtlichen Fragen. Aber sind wir ehrlich, wer stellt solche Fragen tatsächlich?
Diese Eigeninitiative allein wird ein positives Signal sein. Die Menschen um dich herum werden realisieren, dass du Gas geben und mehr aus deinem Leben machen möchtest.
Auch dein Arbeitsalltag wird spannender werden. Denn was ist die Alternative? Einfach das abzuarbeiten, was du immer gemacht hast?
Klar wirst du auch da schrittweise besser, aber irgendwann wird die Lernkurve unweigerlich abflachen. Dann ist es an der Zeit nach neuen Herausforderungen zu suchen und keinesfalls aufhören zu wachsen.
Warte nicht bis jemand für dich einen Plan hat, sondern such aktiv nach Entwicklungsmöglichkeiten.
Sprich darüber
Hast du deine Fertigkeiten verbessert und bereits die ersten vereinbarten Ziele erreicht, dann darfst du nicht passiv werden.
Jeder und jede ist der Hauptcharakter seines eigenen Lebens. Bei deiner Vorgesetzten steht dein Gehalt und deine Entwicklung also nicht ganz oben auf der Prioritäten-Liste. Deshalb musst du auch hier selbst aktiv werden.
Lerne, für dich selbst einzustehen. Zu argumentieren, wie wertvoll du für das Unternehmen bist.
Bis zu einem gewissen Grad spricht deine Arbeit für sich. Doch es wird trotzdem notwendig sein, deinen Wert einzufordern.
Dein Einkommen ist keine fixe Größe. Es ist eine Variable, die du aktiv gestalten kannst. Fang heute damit an: Lege eine Frage für deinen Vorgesetzten fest. Oder überleg, welche Fähigkeit dich in den nächsten sechs Monaten wertvoller macht.
Im nächsten Teil der Reihe geht es um Fehler Nummer zwei beim Vermögensaufbau. Wenn du keinen Artikel verpassen willst, trag dich gerne für meinen Newsletter ein.
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Abschließend noch ein Zitat von Jim Rohn:
„Don’t wish it were easier. Wish you were better.“
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