Wir alle möchten erfolgreich sein. Doch die wenigsten sind bereit ihr Leben zu verändern und Dinge aufzugeben. Ein phänomenales Zitat von James Clear bringt es auf den Punkt: „It doesn’t make sense to continue wanting something if you’re not willing to do what it takes to get it.” Es ist sinnlos etwas zu wollen, wenn du nicht bereit bist das zu tun, was notwendig ist, um es zu bekommen. Sonst bleibt es für immer ein unerfüllter Traum, der dich unglücklich macht.
Die Frage ist also: Was bist du bereit aufzugeben? In diesem Artikel erfährst du was ich aufgebe, um erfolgreich zu sein.
Clubs, Alkohol und Netflix
Als Jugendlicher habe ich noch jeden Tag zum Einschlafen meine Serien geschaut, war jedes Wochenende fort und habe Alkohol getrunken. Aus meiner heutigen Perspektive undenkbar. Doch ich kannte nichts anderes. In meinem Umkreis war das einfach normal.
Der Umstieg hin zu meinem jetzigen Leben war keinesfalls über Nacht.
Dadurch, dass ich immer mehr aus meinem Leben machen wollte, habe ich angefangen mehr zu trainieren, mehr zu lernen und YouTube Videos über Erfolg zu schauen.
Diese Dinge bereiten mir einfach mehr Freude und so haben sie die Serien, aus Zeitgründen, langsam verdrängt. Und siehe da: ich vermisste sie kein bisschen.
Ähnlich war es beim Alkohol. Durch all meine Ziele, habe ich weniger und weniger getrunken. Mit einem Freund hab ich dann in der Fastenzeit gewettet, keinen Alkohol zu trinken. Die Wette war für mich weniger Herausforderung, als eine Rechtfertigung Nein zu sagen. Also auch da sah ich sofort, dass mir nichts fehlt und es mir sogar noch besser geht.
Clubs, Alkohol und Netflix werden in unserer Gesellschaft als normal betrachtet. Doch das muss nicht heißen, dass es für dich normal ist.
Manche Menschen genießen es unheimlich, leicht betrunken in einem Club voller ebenfalls betrunkener und verschwitzter Menschen zu tanzen. Wenn das du bist: go for it!
Wenn dir all das nichts gibt: Warum solltest du Zeit, Geld und Gesundheit dafür opfern?
Du hast dein Leben selbst in der Hand. Du entscheidest.
Für mich war die Entscheidung diesbezüglich einfach. Alkohol und Serien-Marathons gebe ich gerne auf, um erfolgreich zu sein.
Einfach mal abschalten
Dieser Punkt ist etwas kritischer und ebenfalls über die Zeit gewachsen.
Zu Beginn habe ich gemerkt, wie gerne ich lerne und wie sehr es mich weiterbringt. Deshalb habe ich angefangen alle Zeiten, in denen mein Kopf nicht beschäftigt ist, zu nutzen.
In der Straßenbahn Podcasts oder Hörbücher zu hören ist der logische erste Schritt. Doch dann merkte ich, dass sich auch Kochen oder Putzen hervorragend dafür eignen. Selbst in die Badewanne habe ich mir eine Bluetooth Box mitgenommen, um Hörbücher zu hören. Mittlerweile bin ich seit Jahren auf ein Kindle umgestiegen, was mir erlaubt auch in der Badewanne zu lesen.
Es kommt der Punkt, an dem es verdammt schwer wird, einfach mal abzuschalten.
Jetzt versuche ich gerade, Zeiten in meinem Leben einzubauen, in denen ich bewusst nichts tue, um zu reflektieren und die Gedanken wandern zu lassen. Aber das ist schwer, wenn man über Jahre jede Minute produktiv gefüllt hat.
Das ist bestimmt nicht gesund aber es war und ist ein Weg um schneller ein höheres Level zu erreichen.
Es hat mir erlaubt trotz Arbeit unterhalb der Mindeststudienzeit mit Auszeichnung zu studieren, als Person zu wachsen und mein Doktorat neben der Vollzeitarbeit abzuschließen.
Zeit in der ich einfach abschalte und nichts tue habe ich über die letzten Jahre gern geopfert, um erfolgreich zu sein. Das tue ich immer noch gerne. Allerdings sehe ich mittlerweile, dass das definitiv zu weit gehen kann und es bei mir wohl auch ist. Bis auf 10 Minuten Meditation, war jede Minute meines Tages gefüllt.
Deshalb bin ich dabei zu lernen, auch mal nichts zu tun. Oft stelle ich mir die Frage, was man macht, wenn man „Nichts macht”. Ich bin also noch ein Anfänger. Aber zumindest genieße ich schon oft das Essen, ohne daneben ein Video zu schauen und lasse meine Gedanken am Weg in die Arbeit einfach mal schweifen. Wenn du Vorschläge oder Tipps hast, schick sie mir gerne.
Ständig die Arbeit im Kopf
Dieser Punkt ist stark mit dem vorherigen verwoben. Wenn man unzählige Projekte gleichzeitig am Laufen hat, fällt es verdammt schwer abzuschalten.
Selbst wenn man Zeit mit Familie und Freunden verbringt, ist man häufig nicht komplett im Moment, sondern macht sich Gedanken über die Arbeit oder das Studium.
Für mich sind soziale Kontakte am besten, um wirklich abzuschalten. Doch auch bei mir kommt es hin und wieder vor, dass mir etwas für die Arbeit unterkommt, das ich schnell aufschreiben muss.
Ich bin generell ein Kopfmensch, der sich viele Gedanken macht.
Sollte das bei dir auch der Fall sein, kannst du dich darauf einstellen, dass deine Ambitionen deinen Alltag mehr beeinflussen, als dir lieb ist. Wie im letzten Artikel angesprochen, haben Rückschläge im Doktorat mein Gemüt im Alltag auch mehr beeinflusst, als ich erwartet hätte. Doch es ist auch ein Zeichen, dass dir das Projekt am Herzen liegt.
Bei mir war dieses Opfer überschaubar und auch etwas, das ich gerne in Kauf nehme.
Gründest du hingegen ein Unternehmen, dass dein gesamtes Leben einnimmt, kann der damit verbundene Stress definitiv eine Herausforderung werden. Vielleicht raubt es dir deinen Schlaf oder macht es notwendig, rund um die Uhr erreichbar zu sein.
Sich darauf einzustellen, macht es vielleicht erträglich. Ich bin ein großer Fan von der Denkweise: „Eine weitere kalte Nacht am Mount Everest“. Lies dazu: „Es gibt kein Leben ohne Probleme“.
Verschieb nicht dein Glück
Wenn du dich ständig fühlst, als würdest du jetzt reinbeißen, um später ein erfolgreiches Leben zu führen, dann stopp dich selbst. Stell dir die Frage:
Gibst du gerade das auf was du willst, um Erfolg zu erreichen, der dir genau das geben soll? Lies die Frage nochmal.
So viele geben Freiheit auf, um erfolgreich zu sein. Das Ziel dabei? Erfolgreich zu werden, um frei zu sein.
Du arbeitest heute 70 Stunden die Woche, gibst dabei deine Beziehungen und deine Gesundheit auf. Wofür? Um dich irgendwann zurücklehnen zu können und dir Zeit für Beziehungen und deine Gesundheit nehmen zu können.
Das klingt absurd, ist aber unbewusst das, was Millionen von Menschen tun.
Und noch schlimmer? Der Tag wird nie kommen, an dem du dir erlaubst dich zurückzulehnen.
Du wirst die Ziellinie immer weiter verschieben und dir nie erlauben glücklich zu sein.
Fang also heute an, Schritt für Schritt ein Leben nach deinen Vorstellung aufzubauen (lies dazu auch: „Wie sieht dein idealer Dienstag aus?”).
Klar darf es immer mal wieder Sprints geben, bei denen du reinbeißt. Doch das darf kein Dauerzustand werden.
Die Dinge, die ich beschrieben habe, schränken mein Glück kaum ein. Im Gegenteil – ich genieße dadurch mein Leben noch mehr.
Ohne Alkohol gehe ich präsent durchs Leben und fühle mich fit. Ein Tag, an dem ich für einen Serien-Marathon auf der Couch lümmel, würde ich nicht genießen. Ich will mein Leben aktiv leben.
Ständig zu lernen und neue Perspektiven zu hören, bereichert mein Leben. Mich aus meiner Komfort-Zone zu trauen, spannende Menschen kennenzulernen und mich Herausforderungen zu stellen, lässt mich lebendig fühlen.
Es gibt keine Lösungen, nur Trade-Offs. Du musst entscheiden, was du bereit bist aufzugeben. Doch ich kann dich nur motivieren, ein Leben nach deinen Vorstellungen zu gestalten.
Morgens mit Freude aufzustehen. Das ist das Ziel und dafür musst du auch bereit sein, anders als alle anderen zu Leben. Du wirst es nicht bereuen!
Im nächsten Artikel geht es um jene Dinge, die ich für Erfolg nicht aufgeben würde. Melde dich gerne zum Newsletter an, um den Artikel nicht zu verpassen.
Weiterlesen:
„Es gibt kein Leben ohne Probleme“
„Wie sieht dein idealer Dienstag aus?”
„Ein Leben in dem wir keinen Urlaub brauchen”
„Warum ich mich für ein langweiliges Leben entschieden habe”
„Was opfern wir um erfolgreich zu sein?”
Buchempfehlungen
Der Almanach von Naval Ravikant – Eric Jorgenson
Extreme Ownership – Jocko Willink und Leif Babin
The Diary of a CEO – Steven Bartlett
Abschließend noch ein Zitat von Arnold Schwarzenegger
„You can’t climb the ladder of success with your hands in your pockets.“
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